Honorar

Zum Anwalt? Kann ich mir das leisten?

Es gibt viele Situationen, in denen man am liebsten sofort bei einem Anwalt fachkundigen rechtlichen Rat einholen möchte. Doch viele scheuen diesen Weg dann doch, weil sie glauben, es sich nicht leisten zu können. Wenn Sie rechtsschutzversichert sind, übernimmt möglicherweise die Rechtsschutzversicherung die Kosten für die Durchsetzung Ihrer Rechte. Bringen Sie insoweit bitte zum Erstgespräch die Unterlagen über Ihre Rechtsschutzversicherung mit. Wenn Ihr Einkommen niedrig ist, haben Sie möglicherweise Anspruch auf Beratungs- und Prozesskostenhilfe, so dass für Sie unsere Tätigkeit nahezu kostenfrei bleibt

  • Die Beratungshilfe ermöglicht Ihnen eine außergerichtliche Beratung und Vertretung durch einen Anwalt Ihrer Wahl.
  • Die Prozesskostenhilfe sichert Ihnen die Hilfe eines Anwalts bei der Durchsetzung Ihrer Rechte vor Gericht.

Ob Sie diese Hilfen bekommen, richtet sich nach Ihrem Einkommen und Ihrem Vermögen. Bringen Sie daher bitte alle Unterlagen über Ihre gegenwärtigen finanziellen Verhältnisse zum Erstgespräch mit.

Wenn Sie vor Gericht Recht erhalten, und Ihnen das Gericht Ihren Anspruch in voller Höhe zuspricht und der Gegner nicht zahlungsunfähig wird, hat der Gegner die gesamten Kosten zu tragen. Ansonsten erfolgt eine Quotelung nach dem Verhältnis des Obsiegens zum Unterliegen. Spricht das Gericht z.B. nur 2/3 der Klagesumme zu, muss der Kläger 1/3 der Verfahrenskosten tragen.

Allgemein gilt:

Die Höhe der Rechtsanwaltsgebühren ist durch ein Bundesgesetz, das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), im einzelnen festgelegt. Schon nach dem Gesetz ist der Rechtsanwalt verpflichtet, Beratungsleistungen nur gegen Honorar zu erbringen. Dies gilt grundsätzlich auch für kurze Anfragen per Telefon oder E-Mail. Insbesondere gilt dies auch dann, wenn der Anwalt hierauf nicht besonders hinweist.

Eine sogenannte Erstberatung ist, sofern der Mandant Verbraucher ist, allerdings nach oben gekappt und darf seit dem 01.07.2004 höchstens 190,00 Euro zzgl. Auslagenpauschale und MwSt. betragen.

Die Kanzlei Böhmken rechnet Beratungsleistungen grundsätzlich nach RVG und dem danach zu bildenden Streitwert ab. Im Einzelfall kann auch ein Pauschalhonorar vereinbart werden. Stundenhonorare haben für den Mandanten den Vorteil, dass wirklich nur die aufgewendete Zeit, unabhängig von der Höhe des Gegenstandswerts und der Anzahl möglicher Problemfälle, berechnet wird. Pauschalhonorare kommen dann in Betracht, wenn der zu erwartende Aufwand zur Bearbeitung einer Sache bereits vorab einigermaßen klar zu überschauen ist.

Angesichts des komplizierten Kostenrechts kann die Honorarfrage aber immer wieder Anlass für Unstimmigkeiten im Verhältnis zwischen Anwalt und Mandant geben. Im Interesse einer gedeihlichen und dauerhaften Zusammenarbeit sind wir daher an einem möglichst offenen und transparenten Umgang in dieser Frage interessiert.